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Das Humboldt-Forum im Schloss

Das vom Präsidenten der Stiftung vorgeschlagene Nutzungskonzept für den Schlossplatz wurde von der Internationalen Expertenkommission "Historische Mitte Berlin" als Empfehlung verabschiedet und durch einen Bundestagsbeschluss vom 4. Juli 2002 zur verbindlichen Grundlage für die weiteren Schritte gemacht.
Es sieht vor, gegenüber der Museumsinsel mit ihrem europäischen Sammlungsspektrum die außereuropäischen Sammlungen der Staatlichen Museen zusammen mit den wissenschaftlichen Sammlungen der Humboldt-Universität und Teilen der Zentral- und Landesbibliothek in das neu zu errichtende Gebäude mit der Fassadenrekonstruktion des Berliner Schlosses zu integrieren.

In einer neuartigen Form präsentiert, sollen damit die außereuropäischen Sammlungen in einen direkten Dialog mit der Kunst und Kultur Europas treten. Die verbleibenden 20 Prozent der Fläche sollen mit einem kommerziellen Veranstaltungszentrum und mit gastronomischen Angeboten als Begegnungsstätte, als "Agora", genutzt werden.

Mit diesem Konzept des "Humboldt-Forums" wird die Mitte Berlins zu einem Ort der Kunst und Kulturen der Welt. Gegenüber der Museumsinsel als einer der Hauptattraktionen der Stadt und im Umfeld des Deutschen Historischen Museums, der Staatsbibliothek und der Humboldt-Universität gelegen, wird der Schlossplatz Zentrum einer einzigartigen, historisch verwurzelten Bildungslandschaft sein, die die Zukunftsperspektive Berlins als Metropole für Kunst und Wissenschaft verkörpert.

Im Juli 2002 wurde die Arbeitsgruppe "Schlossareal" unter Leitung von Kulturstaatsministerin Christina Weiss einberufen, um die Vorschläge der Expertenkommission "Historische Mitte Berlin" auf ihre Umsetzung hin zu überprüfen und ein konkretes Nutzungs- und Finanzierungskonzept zu erarbeiten. In ihrem Abschlussbericht vom 30. September 2003 sprach sie sich auf Grund der Finanzlage für ein zweijähriges Moratorium aus. Dieses wurde von den beteiligten Institutionen genutzt, den Planungsprozess voranzubringen. Im August 2005 ergab eine Machbarkeitsstudie für das Schlossareal, dass das vollständige Raumprogramm des Humboldt-Forums realisierbar ist. Seit Januar 2006 wird der Palast der Republik rückgebaut.

Am 4. Juli 2007 hat das Kabinett das von Bundesbauminister Tiefensee vorgestellte Konzept zum Bau des Humboldt-Forums im Berliner Schlossareal beschlossen. Auf dessen Grundlage wurde ein internationaler Architektenwettbewerb ausgelobt, als dessen Sieger im November 2008 der italienische Architekt Francesco Stella hervorging.


Am 8. Juli 2009 eröffnete Bundespräsident Horst Köhler die Ausstellung "Anders zur Welt kommen: Das Humboldt-Forum im Berliner Schloss. Ein Werkstattblick" im Alten Museum. Die Ausstellung stellte den Stand der Konzeption zum Humboldt-Forum der Öffentlichkeit vor (9.7.2009 - 17. 1. 2009). Danach soll auf dem Schlossplatz eine Infobox über das Vorhaben informieren. Weitere Informationen und Materialen finden Sie unter www.humboldt-forum.de und auf der Website der Staatlichen Museen zu Berlin sowie auf der Website der "Stiftung Berliner Schloss - Humboldtforum", die unter anderem die Bauherrenfunktion für das Berliner Schloss - Humboldt-Forum wahrnimmt.

Informationen zum Humboldt-Forum finden Sie in dem Buch "Humboldt-Forum Berlin. Das Projekt / The Project", hg. von Thomas Flierl und Hermann Parzinger, erschienen 2009 im Verlag Theater der Zeit. Sie erhalten die Museumsausgabe bei allen Buchständen der Staatlichen Museen zu Berlin zum Sonderpreis von 9,50 Euro (Buchhandelspreis: 28,- Euro).

Cover Buch Humboldt-Forum 

 
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